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Tinghua
Volk: Khitanerin
Klasse: Assassine
Charakterdaten:
Vorname: Ting
Nachname: Hua
Alter: 23
Aussehen:
Größe: 162 cm
Gewicht: 48 kg
Haarfarbe: blauschwarz
Augenfarbe: braun
Gesinnung (D20-System):
Gesinnung: Neutral

HintergrundBearbeiten

Als das Blut des Aristokraten Fang Long die Kirschblüten, die auf dem ruhigen Teich vor dem Jadetempel schwammen, von ihrer blassrosa Farbe hin zu einer tiefroten Tönung färbte, starrte Tinghua auf die Dolche in ihren Händen. Bald würden sie kommen, und versuchen sie zu holen, aber dies alles war es wert gewesen… Sie reinigte die Dolche in der Robe des verstorbenen Stadtrates. Jene Dolche die eben noch in so vollkommener Schönheit und Eleganz ihre tödliche Arbeit an der Kehle jenes Schweins verrichtet hatten, das ihr bisheriges Leben und das ihrer Familie bestimmt hatte. Nachdem das Leben den Körper ihrer Mutter verlassen hatte, die zu krank gewesen war um den Weg hinter die große Mauer zu überstehen, war der Zeitpunkt gekommen. Um ihren „Erzeuger“, welcher die Familie bereits vor Jahren verlassen hatte, tat es Tinghua nicht leid. Sollte der Jadering ihn aufspüren, und mochten sie mit ihm tun wie es ihnen beliebte.

Jetzt hatte sie nur noch für ihre Schwester zu sorgen, und die war jung und agil. Kraftvoll. Sie würde den Weg zur Mauer überstehen, auch wenn sie die offenen Gebiete meiden mussten, und aufpassen, nicht den Hyrkaniern in die Hände zu laufen. Doch jetzt war Eile geboten…


Tinghua lief leise, nutzte die Dunkelheit, die Schatten, wie der Ring es ihr beigebracht hatte. Doch als sie den alten Turm zwischen den blühenden Apfelbäumen, unweit der Mauern der Stadt Xianmin erreichte, fiel ihr sofort auf, dass das Tor offen war. Sie wusste was das bedeutet, doch ließ sie keinen Platz für Trauer und Schmerz in ihrem Herzen.

Sie schlich durch den „anderen“ Zugang herein, leise wie ein Blütenblatt das am Ende des Frühlings zu Boden segelt. Innen sah sie ihre Schwester Yueting, aufgehängt an den Beinen. Das Blut lief ihr über das Gesicht zu Boden, wo es eine große Lache bildete. Sie ließen sie ausbluten wie ein Tier das geschlachtet worden war. Wenn es nicht schon zu spät gewesen wäre, hätte Tinghua sich vielleicht dazu hinreißen lassen ihr Versteck in den Schatten zu verlassen. So aber wartete sie, und beobachtete den Mann, der neben Yuetings Leiche in der Mitte des Turmes stand.


„Komm heraus Tinghua…“ sagte der Mann „Du bist eine Kämpferin des Jaderings. Und eine gute. Aber du glaubst doch nicht im Ernst das du es geschafft hättest Fang Long zu meucheln, wenn wir es nicht so geplant hätten. Du hast gute Arbeit geleistet.“ Tinghua unterdrückte den Impuls zu sprechen, Dae-Sook anzuspringen, oder auch nur zuzulassen, dass die Empörung den Rhythmus ihrer Atmung durcheinanderbrachte. Auch wenn man es den Bauern oft vorgaukelte, die Messer des Jaderings waren weder allwissend noch Dämonen, die überall auftauchen konnten. Sie hatten sicher Spuren von ihr gefunden, unweit des Turms, und sich mit der Zeichensprache, welche auch sie beherrschte, bedeutet, das Dae-Sook beginnen konnte mit seinem Theater, dessen einziger Sinn es war sie zu unüberlegten Handlungen zu verleiten. Das war, was er schon immer am besten gekonnt hatte. Andere manipulieren. „Der Ring ist sehr traurig darüber dass du gehen willst. Traurig und wütend Tinghua. So wütend das wir nicht umhin konnten dir eine Lektion zu erteilen. Siehst du Yueting? Es war deine Hand die sie umgebracht hat, als du die ersten Vorbereitungen triefst um die Graslande zu durchqueren. Ihr Blut klebt an deinen Händen“ „Ja ja, rede nur weiter.“ dachte Tinghua, und ließ ihre Hand lautlos in die samtene Tasche gleiten, die um ihre Hüfte geschnallt war. „ So eine Reise ist lang, und glaubst du wirklich man kann so ein großes Projekt unbemerkt vorbereiten? Man muss Proviant herbeischaffen… Leder und dicke Kleidung gegen die Kälte der Nacht in den Graslanden… Sieh deine Schwester an… sie wäre zwar keine Jadekriegerin geworden, aber als Liebessklavin hätte sie uns gute Dienste geleistet. Und du hast ihr all das genommen was sie noch vor sich hatte…“ Tinghuas Hand führte das Blasrohr an die Lippen. Langsam wurde er nervös, sie spürte es. Er hatte sich ins Zentrum des Geschehens gestellt um sie hervorzulocken. Wenn sie sie nicht so gut ausgebildet hätten, hätte es vielleicht sogar geklappt. Aber bisher war nichts passiert… „Aber jetzt können eure Schulden bei Fang Long wohl als abgegolten angesehen werden. Du hast dem Ring einen großen Gefallen getan, und hast nur mit dem Leben deiner Schwester dafür bezahlt… Vielen Dank Tinghua…“ Tinghua lächelte als sie den Schweiß auf Dae-Sooks Stirn sah, kurz bevor der kleine, vergiftete Pfeil seine Reise begann. Dae-Sook wollte noch etwas sagen, er wollte immer irgendetwas sagen, aber das Gift der Sumpfviper, verbunden mit dem gelben Lotus, wirkt sofort. Leise. Unblutig. Tot.

„Siehst du, so nah war ich dir… ihr hättet mich nicht so gut ausbilden sollen“ dachte sie bei sich selbst. „Es war eure Hand die euch umgebracht hat.“ Und dann begann Tinghua mit der Arbeit.

Einen Monat später stand Tinghua hinter der riesigen Mauer. Sie weinte. Und schrie. Riss sich an den Haaren, so das die exotisch wirkenden Händler schon dachten sie wäre von Dämonen besessen. Doch Tinghua ließ ihre eigenen Dämonen heraus, um Platz für den Schmerz zu machen, den sie mit beiden Armen willkommen hieß.

Und dann machte sie sich auf den Weg nach Westen, denn sie musste eine neue Zukunft für sich finden, in einem Land das sie nicht kannte.



Tinghua wurde in die Schuldknechtschaft in der Provinz Xianmin geboren. Schon als Kind gehörte die Familie dem Aristokraten Fang Long, und obwohl sowohl sie, ihre Schwester, ihr Vater und ihre Mutter Tag und Nacht schufteten konnte es ihnen nicht gelingen die Schuld abzutragen. Und das war auch so gewollt, das machte man der Familie immer wieder klar. Ihr Vater Ting Xin hielt es nicht mehr aus, und floh, wohlwissend das er seine Familie damit noch mehr Repressalien aussetzte. Denn nun hätte Fang Long die Köpfe von Tinghua, ihrer Mutter und ihrer schwester rechtmässig fordern können, und er machte in den folgenden Jahren immer wieder klar das es nur seine "Wohlmeinende Art" war, die sie schützte. Eine Zuwendung die man sehr wohl verlieren konnte. Trotzdem war Tinghua lebendig, auf ihre Art und Weise. Sie zeigte schon früh Talent für das Klettern, und wurde deshalb dazu auserkoren ein "Messer des Rings aus Jade" zu werden, wie Fang Long die Assassinen seiner kleinen Privatarmee nannte. Und sie lernte. Der Gesundheitszustand ihrer Mutter gab schon kurz nach dem Verschwinden ihres Mannes Grund zur Besorgnis, aber sie schaffte es noch über fast 10 Jahre bis sie Starb. An dem Tag nach ihrem Begräbnis tötete Tinghua Fang Long und einen Grossteil der "Messer", und begann dann alleine den Weg hinter die grosse Mauer, denn der Jadering hatte ihre Schwester als Rache für ihre geplante Untreue bereits ermordet. Sie reiste bis nach Stygien, wo sie wieder in Sklaverei geriet, doch nur kurz. Auf dem weg zu dem Sklavenmarkt in Tortage, wo sie verkauft werden sollte, sabotierte sie das Schiff unbemerkt, und versenkte es kurz vor der Küste in einem Sturm, nachdem sie ihre Fesseln mithilfe einiger Nägel gelöst hatte.

AussehenBearbeiten

Tinghua ist zierlich, nicht ungewöhnlich für eine Khitanerin. Sie bewegt sich energiesparend, und selten sieht man sie eine unnötige Bewegung machen. Ihr schwarzes Haar ist stets zu einem Haarknoten zusammengebunden, in dem sie ab und an auch die traditionellen Essbestecke (Stäbchen) ihres Volkes stecken hat. sie ist ruhig, und stets darauf bedacht was sie sagt. Obwohl ihre Haut in der stygischen Sonne bereits einen ähnlichen Teint wie den der Stygier selbst angenommen hat, kann man an ihren stark mandelförmigen Augen jedoch gut erkennen, das sie aus dem Reich des Sonnenaufgangs stammt.

ZitateBearbeiten

"Das würde ich nicht tun"

"Zu riskant"

"..." (Starren)

Aktuelle ZieleBearbeiten

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